Die Radiochirurgie ist eine Form der Strahlentherapie, bei der in einer einzigen Sitzung eine sehr hohe Dosis punktgenau auf das Ziel gerichtet wird, um dieses zu zerstören. Experten nennen das "stereotaktische Einzeitbestrahlung". Die biologische Wirkung einer hohen Einzeldosis ist wesentlich stärker als bei einer üblichen Strahlentherapie, die auf viele kleine Einzeldosen verteilt ist (Fraktionierung). Deshalb erfordert die Methode höchste Exaktheit. Durch dieses effiziente und damit schonende Verfahren lässt sich der Krankheitsherd mit einer so wirksamen Dosis bestrahlen, dass in der Regel eine einzige Sitzung ausreicht.
Das Gamma Knife® ist ein Gerät zur Hoch-Die Entwicklung und Einführung dieser Hochpräzisionsbestrahlung erfolgte 1968 durch den schwedischen Neurochirurgen Lars Leksell und den Physiker Börje Larsson. Sie gaben ihrer Entwicklung den Namen Gamma Knife®, auf deutsch "Strahlenmesser", weil die Wirkung einer Operation mit dem Messer ähnelt.
Prof. Ladislau Steiner setzte als erster das Gamma Knife zur Therapie von Hirntumoren ein. Er gilt als Begründer der Radiochirurgie. Steiner war zuletzt Leiter des Gamma Knife Centers in Charlottesville, USA.
Weltweit wurden in den vergangenen 40 Jahren in 261 Centern mehr als 500.000 Patienten mit dem Gamma Knife® behandelt.